Stationäres Genlabor

Gentechnologie hautnah erleben? Die beiden praktischen Kurse des Stationären Genlabors bieten die Gelegenheit, einen authentischen Einblick in die aktuelle Forschung auf dem Gebiet der Molekularbiologie zu gewinnen. Das Angebot richtet sich an Gymnasialklassen ab dem 10. Schuljahr, steht aber auch privaten Gruppen offen. Der Verein «Forschung für Leben» organisiert diese Kurse in Zusammenarbeit mit dem «Life Science Learning Center» von Universität und ETH Zürich, in deren Räumlichkeiten sie auch stattfinden.

Seit Jahren bietet der Verein «Forschung für Leben» mit dem Mobilen Genlabor interessierten Schulklassen die Möglichkeit der praktischen Auseinandersetzung mit Gentechnologie an. Seit dem März 2006 wird dieses Angebot neu durch die Kurse des Stationären Genlabors ergänzt, die in Zusammenarbeit mit dem «Life Science Learning Center» von Universität und ETH Zürich durchgeführt werden.

 

Kursangebot

Gentransfer auf Bakterien – Bakterientransformation

In einem rund 3–4 stündigen Praktikum wird ein lacZ-Gentransfer auf Bakterien (Transformation) durchgeführt und mit Hilfe eines Selektion-Experimentes (Blau-Weiss Test) überprüft. Die Teilnehmenden lernen dabei die Prinzipien zur Herstellung von transgenen Organismen kennen (Einsatz von Vektoren, Resistenz-Genen, Selektionsverfahren, Ligation/Restriktion) und üben wichtige Arbeits- und Grundtechniken des molekularbiologischen Alltags.

 

DNA-Tatortanalyse – Genetischer Fingerabdruck

In einem ganztägigen Praktikum (5–6 Stunden mit Mittagspause) wird mittels Polymerase-Chain-Reaction (PCR) und Elektrophorese eine Tatort-DNA-Analyse durchgeführt und ausgewertet. Die Teilnehmenden lernen dabei Theorie (Genetischer Fingerabdruck, Allelfrequenzen, Elektrophorese, PCR) und die praktische Handhabung einer der wichtigsten molekularbiologischen Methoden zur Vermehrung winzigster DNA-Mengen sowie deren Bedeutung in der Forschung, Kriminalistik und Industrie kennen.