Mobiles Genlabor

Gentechnologie im eigenen Schulzimmer erleben? Das Mobile Genlabor vermittelt interessierten Lehrpersonen und deren Klassen einen praktischen Einblick in die Molekularbiologie: Unter fachkundiger Anleitung können Schülerinnen und Schüler einfache Experimente selber durchführen. Das mobile Genlabor ist ein Angebot des Vereins «Forschung für Leben», für das ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben wird.

Mit dem Mobilen Genlabor bietet der Verein «Forschung für Leben» seit Jahren die beliebten Schulbesuche zum Thema Gentechnologie an. Neu wird dieses Angebot durch einen weiteren Kurs ergänzt, der bereits erfolgreich im Rahmen des stationären Genlabors am Life Science Learning Center durchgeführt wird. Beide Kurse streben folgende Unterrichtsziele an:

  • Theoretische Kenntnisse vermitteln und vertiefen
  • Praktische Einführung in Grundtechniken der Molekularbiologie
  • Einblick in aktuelle Forschungsgebiete eröffnen
  • Plattform für Fragen und Diskussionen schaffen

 

Kursbeschriebe

Gentechnologie verstehen

An einem zu vereinbarenden Projekttag werden den Schüler/innen und deren Lehrkräften einfache gentechnologische Experimente vorgestellt und mit ihnen interaktiv durchgeführt. Diese in den Gentech- und Forschungslabors täglich angewendeten Routineverfahren sind bewährt, relativ einfach verständlich, unspektakulär und trotzdem faszinierend. Aus E. Coli Bakterien wird zuerst Plasmid-DNA isoliert und mittels Restriktionsenzymen verdaut. Anschliessend wird eine Gel-Elektrophorese durchgeführt, um die DNA-Stücke aufzutrennen und sichtbar zu machen. Neben dem praktischen Teil wird auch das entsprechende molekularbiologische Hintergrundwissen vermittelt, sowie Beispiele von gentechnologischen Anwendungen besprochen.

Es sollten nicht mehr als 20–24 Schüler am Kurs teilnehmen, um einen intensiven Dialog und eine sinnvolle Auseinandersetzung zu gewährleisten. Zeitlich werden idealerweise 4 Stunden benötigt, es ist jedoch auch möglich das Programm in 3.5 Stunden durchzuführen.

 

DNA-Tatortanalyse – Genetischer Fingerabdruck

In einer etwas verkürzten Version des beliebten Kurses des stationären Genlabors wird mittels Polymerase-Chain-Reaction (PCR) und Gel-Elektrophorese eine DNA-Tatortanalyse durchgeführt und ausgewertet. Die Teilnehmenden lernen dabei Theorie (genetischer Fingerabdruck, Allelfrequenzen, Elektrophorese, PCR) und die praktische Handhabung einer der wichtigsten molekularbiologischen Methoden zur Vermehrung winzigster DNA-Mengen sowie deren Bedeutung in der Forschung, Kriminalistik und Industrie kennen.

Bei diesem Kurs sollte die Teilnehmerzahl nicht grösser als 18 sein, da die PCR-Maschine nur für eine gewisse Anzahl Reaktionen Platz hat. Das Praktikum dauert mindestens 4 Stunden, es sollte also genügend Zeit eingerechnet werden.

 

Weitere Voraussetzungen

Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung ist ein bestimmtes molekularbiologisches Grundwissen der Schüler/innen. Kenntnisse über die DNA und deren Aufbau, über das Gen und was man unter dem genetischen Code zu verstehen hat oder wie das Grundprinzip der Proteinbiosynthese funktioniert, sind unerlässlich. Den Lehrer/ innen werden auf Anfrage Hinweise über Sachliteratur zur Vorbereitung der Klassen abgegeben.

Das Mobile Genlabor und seine spezialisierten Referenten stehen den interessierten Schulklassen und Lehrpersonen zur Verfügung. Der Unkostenbeitrag für einen Halbtageskurs beträgt CHF 150.–.

Eine Anmeldung erfolgt über die E-Mail-Adresse info@forschung-leben.ch

Gerne führt das Team die Kurse auch für interessierte Erwachsene durch. Der Unkostenbeitrag für die Gruppe beträgt
CHF 450.– (halbtags oder abends).

 

Sicherheit und Verantwortung

Das ursprüngliche Projekt «Gentechnische Versuche in der Schule» wurde von «Pharma Information» entwickelt und bei der SKBS (Interdisziplinäre Schweizerische Kommission für Biologische Sicherheit in Forschung und Technik; heutige EFBS) angemeldet. Es werden nur definierte Sicherheitsstämme und -plasmide in den gezeigten Experimenten verwendet. Die SKBS hat diesen Service ausdrücklich genehmigt.

Der Verein «Forschung für Leben» trägt die Verantwortung für das Projekt und die einwandfreie Durchführung der gentechnologischen Versuche in den Schulen. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.